Die verschiedenen Denkschulen hinter dem Pokerspiel
Poker generell und Texas Hold’em im speziellen sind extrem einfach zu erlernen. Wenn sie jemanden wählen, der noch niemals einen Spielkarte in der Hand gehalten hat, kann er innerhalb von Minuten Poker spielen erlernen. Die Regeln des Spiels an sich sind ziemlich einfach, aber ich habe irgendwo gelesen das es nur ein paar Minuten dauert Poker zu erlernen, aber ein Leben langen um ein Meister zu werden. Für diejenigen mit der falschen Einstellung mag selbst ein Leben nicht lang genug sein um das Spiel zu meistern.
Manche Leute spielen für Jahrzehnte und sind immer noch Amateure und es gibt wenig Hoffnung, dass sie je ein Level erreichen werden, bei dem sie Geld mit dem Spielen verdienen können.
Um sich selbst einen Schubser in Richtung Spielverbesserung zu geben müssen sie das Verhalten eines Effizienzexperten an den Tag legen. Sie müssen jedes noch so kleine Detail bewerten, jeder hintergründige Aspekt des Spiels als Ganzes und auch der Spielstrategie und dann müssen sie sich darüber informieren wie sie sich in all diesen Gebieten verbessern können.
Es gibt Dinge die außerhalb des Spiels bedacht werden müssen (wie Tischauswahl, Rakeback, Spielauswahl, etc.), die mit der eigentlichen Spielstrategie wenig zu tun haben, jedoch sind sie extrem wichtige Teile des Ganzen. Es ist überraschend, dass eine ganze Reihe an Spielern, die sich als besser als der Durchschnitt bezeichnen und selbst gute Spieler nichts über diese Dinge außerhalb des Spiels wissen oder darüber nachdenken. Wenn sie zu diesen Spielern gehören, dann haben sie vielleicht nie die richtige Einstellung um das erste Spiellevel hinter sich zu lassen und zum nächsten aufzusteigen.
Das erste Level der Poker Denkschule ist über ihre eigene Hand und über das Board. Anfänger, Rookies, Fisch (nennen sie sie wie sie wollen) sind alle auf dem Level und manche von ihnen werden es niemals hinter sich lassen. Auf diesem Level ist ein Spieler nur auf seine Pocket Hand konzentriert und wie sie zusammen mit dem Board kombiniert werden kann. Jede Hand die sich für ihn stark genug anfühlt ist Grund genug um Geld in den Pot zu geben. Diese Spieler sind für fähigere Spieler häufig sehr frustrierend, da sie vergesslich sind und daher immun gegenüber strategischen Zügen sind. Wenn mehrere dieser Spieler an einem Tisch spielen, dann tritt häufig ein Phänomen ein, welches als „schooling“ bekannt ist. Schooling besteht aus mehreren Spielern des ersten Levels die die gute Hand eines fähigen Spielers mit eigenen schlechten Karten callen. Das große Volumen an Händen, die in der Runde involviert sind werden alleine damit die Chancen für den guten Spieler verringern.
Im zweiten Level der Gedankenschule, beginnen Spieler auch über die möglichen Hände ihrer Gegner nachzudenken, genauso wie über das Board für sich allein. Dies ist das Level, wenn Spieler anfangen zu folden und zu lernen Hände hinzuschmeißen, bei denen sie im ersten Level noch All-in gegangen wären. Während es einen großen Schritt nach vorne bedeutet, wenn man vom ersten in das zweite Level wechselt, so ist es doch ein sehr trickreiches Level. Viele Spieler bleiben auf dem zweiten Level der Gedankenschule für immer stecken, aber um sich wahre Pokerspieler nennen zu können müssen sie in das dritte Level aufsteigen.
Selbst diejenigen, die es schaffen sollten in das dritte Level aufzusteigen, driften häufig zurück in das zweite Level oder bleiben von Anfang an mit einem Bein stecken.
Das dritte Level ist das erste, welches den Fokus von den ausgespielten Karten nimmt und auf den Spieler hinter den Karten konzentriert. Das dritte Level der Gedankenschule ist abzuwägen, was der Gegner über ihre Hand denkt. Um in dieses Level aufsteigen zu können, müssen sie ihren Gegner flüssig lesen können, das Board für sich selbst erkennen und sie müssen die Geschichte einer Hand wie ihre Hosentasche kennen.
Das dritte Level lässt sie verstehen ob sie einen Bluff machen können und wie groß dieser sein kann. Dies ist das erste Mal, dass sie wirklich bluffen können.
Das vierte Level ist, das gelesene aus dem dritten Level anwenden zu können. Ein Spieler der im vierten Level ist, kreiert ein Tisch Image von sich und nutzt dieses Image aus in dem er seine Hände falsch präsentiert und Betrug in einer ganze Reihe von Arten ausübt. Dies ist auch wo die Schlaufe ins Bild rückt: Hände welche verdächtig, direkt präsentiert werden sind wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem was der Gegner ihnen mit seinen Handlungen weiß zu machen versucht.
Viele der Pros im Fernsehen sind auf dem vierten Level, aber ganz sicher nicht alle. Für diese Art von Fähigkeit braucht man nicht nur außergewöhnliches Wissen, sondern auch ein bisschen Talent.

