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EPT - Ein sensationelles Comeback führt zum Sieg
Posted by: Markus Mueller - Mo, 2009-05-04 13:19
Zu einem Zeitpunkt hatte de Korver einen Chipstapel, der kleiner als drei Blinds war, aber mit einem dramatischen Stil, dampfte er über die anderen Finaltischteilnehmer hinweg und holte sich die Chips.
„ Es fühlt sich großartig an,“ erzählte de Korver. „Es war ein verrückter Schub. Ich fühlte mich unvbesiegbar.“
Es war ein passender dramatischer Ausgang für ein unglaubliches Turnier.
Der Norweger Dag Martin Mikkelsen kam an den Finaltisch mit einer großen Chipführung und wurde daher stark für den Titel favorisiert und die frühen Phasen des Spiels am Finaltisch schienen diese Vorhersagen auch zu bestätigen.
Mikkelsen verschwendete wenig Zeit um seine große Chipführung in eine dominierende zu verwandeln. Er ließ seine Damen gegen Ass – König von Peter Traply antreten, der ebenfalls einen großen Chipstapel hatte, dies führte zu einem gigantischen 8 Millionen Chip Pott.
Er gewann das wichtige Rennen und schmiss somit einen verblüfften Traply auf dem achten Platz aus dem Turnier. Immerhin bekam der noch €170.000 für seine Platzierung.
Mikkelsen führte sein starkes Spiel dann weiter und schickte den Deutschen Daniel Zink auf dem siebten Platz mit €250.000 auf die Zuschauerränge. Und so sah es so aus, als hätte der Norweger fast schon sicher den Sieg in der Tasche.
Aber im Poker ist nichts sicher und so begann Mikkelsen kurz danach Chips zu bluten und er wurde sichtbar frustrierter, während das Spiel weiterging.
Zu ungefähr dieser Zeit begann der Stern vom Russen Mikhail Tulchinskiy aufzugehen, als er Alem Shah und Eric Qu eliminierte und damit auf den zweiten Platz in der Rangliste aufstieg.
Aber ab diesem Zeitpunkt war es die Show von Pieter de Korver.
Der Niederländer kam mit einem der kleineren Chipstapel an den Finaltisch und als Matt Woodward einen großen Coin-Flip gegen ihn gewann, sah es so aus, als wäre er draußen, da er nur noch Chips für drei Blinds auf der Hand hielt.
Dies bestätigte sich als reichlich voreilig.
Stattdessen stellte De Korver die Heizung an und gewann Verdoppelung nach Verdoppelung bis er wieder im Wettbewerb stand,
„Jedes mal, wenn ich einen All-in gewann, war ich am lachen,“ sagte er. „Kann ich einen Coin-Flip verlieren, fragte ich mich.“
Im Gegenzug sah Mikkelsen frustriert aus, da er den Niederländer nicht ausschalten konnte.
Ein Grund, der ihn zum riesigen, erfolglosen Bluff mit nichts in der Hand als dünner Luft, führte.
Vielleicht hätte Mikkelsen es besser wissen müssen, dass er nicht gegen einen Mann antreten solle, der in solch einer Form ist, denn de Korver callte mit einem Full House, Mikkelsens Stapel war dezimiert.
Es gab keine Korver artige Wiederbelebung und Mikkelsen schied auf dem vierten Platz kurz danach aus.
Im Heads Up saßen sich De Korver und Woodland gegenüber. De Korvers Fans schrien vor Glück und nach einem stundenlangen Heads Up Spiel musste sich auch der Amerikaner verabschieden
Woodward sammelte für seinen zweiten Platz angenehme €1.300.000.
Aber Pieter de Korver holte sich €2.300.000 für den Titel ab.
„Meine Gegner sahen so fokussiert aus,“ sagte er und zeigte damit seine Blaupause des Erfolges auf. „Ich hatte nur Spaß. Wenn ich keinen Spaß habe, dann würde ich etwas anderes tun.“